Loading...

Leiden Sie unter Knieschmerzen? ‚Störherde‘ im Kiefer können der Auslöser sein

Wenn Sie Zahnschmerzen haben, gehen Sie selbstverständlich zum Zahnarzt. Doch manchmal treten Beschwerden auf, die auf den ersten Blick gar nichts mit den Zähnen oder dem Kiefer zu tun haben, wie Knieschmerzen, Arthrose oder Darmerkrankungen. Die Ursache dieser Beschwerden können aber ‚Störherde‘ in Mund und Kiefer sein. Das Ärzteteam der Zahnarztpraxis ‚Glückliche Zähne‘ in Koblenz hat sich — als einzige Praxis in der Region — auf die Diagnostik und Therapie von Störherden spezialisiert. Die Zahnärzte Dr. Torsten Renneberg und Udo Ingenhaag verfolgen ein ganzheitliches Konzept.

Was sind Störherde in Mund und Kiefer?

Als Störherde werden eine Vielzahl von entzündlichen oder giftigen Veränderungen bezeichnet. Meistens handelt es sich um eine chronische Infektion. Bei einem FDOK (fettig degenerative Osteonekrose) — auch bekannt als NICO* —  aktivieren sich bestimmte Zellen, so genannte Ölzysten, etwa durch eine Entzündung nach dem Zahnziehen. Diese Zellen sind auf Folgendes spezialisiert: Sie schütten chemische Botenstoffe (Zytokine) aus, die lokal, also an der Zahnstelle, die Entzündung runterdrücken. Das bedeutet, man spürt keinen Schmerz oder Schwellungen. Sie schütten aber einen weiteren Botenstoff aus, das Rantes oder CCL-5 genannt. Dieser Stoff wird mit der Blutbahn durch den ganzen Körper transportiert. Er erhöht den Entzündungsgrad der Gewebe, an denen er andockt. Diese an sich normale Reaktion ist leider chronisch, da die Ölzysten den Stoff ja 24 Stunden jeden Tag ausschütten, teils jahrzehntelang. Das ist der Beginn chronisch entzündlicher Veränderungen. Je nachdem wo der Organismus anfällig ist, kommt es zu Erkrankungen. „Wir haben bereits Patienten mit Fußarthrosen oder Knieschmerzen geheilt. Darmbeschwerden sind ebenfalls häufig. Und in Verdacht stehen auch bestimmte Krebsarten“, erklärt Dr. Renneberg. Alle entzündlichen chronischen Veränderungen können von einem FDOK kommen. „Das heißt, wenn beim Arzt nichts gefunden wird, raten wir zu einer Untersuchung auf Störherde“, so der Zahnarzt weiter. Neben FDOKs gibt es noch andere Arten. Der Zweite, sehr wichtige Störherd, ist der Giftstoffherd. Hier entsteht — aus ungenügenden Wurzelfüllungen — eine Art Allergie, die Leber und den Stoffwechsel aller Zellen schwer belasten kann und das Immunsystem überfordert.

Wie verläuft die Diagnostik und Untersuchung?

Bisher gibt es mehrere zuverlässige komplementäre Methoden zur Diagnostik. „Ein Störherd versteckt sich im Mund sehr gut, so dass dieser auf dem normalen Röntgenbild durch Kupfereinlagerungen rund um den Herd nicht zu sehen ist. Wir diagnostizieren den Herd klinisch mittels der FMD, also der funktionelle Myodiagnostik. Hier werden Gebiete über die Koordination der Muskeln geprüft. Nach einem Vorgespräch und eventuellen Übersichtsröntgen, wird also der Patient untersucht. Sollte ein Herd vorhanden sein, werden Blutbefunde und ein 3D-Röntgen angefertigt. Alle Daten zusammen zeigen dann schon sehr genau den Herd. Je nach Herd werden auch noch Giftstoffe gemessen oder Materialallergien per Blutbefund diagnostiziert“, erläutert der Experte.

Gezielte Therapie im Störherdzentrum Koblenz

Bei den FDOKs muss das Kieferareal operativ saniert werden. Das bedeutet, das bei einer Operation der Herd herausgenommen wird. Dann werden verschiedenste Medikamente eingelegt, die insgesamt für eine Desinfektion, reguläre Knochendurchblutung und normale Heilung sorgen. „Da die meisten Menschen heute einen Vitalstoffmangel haben, werden sie vorher in Zusammenarbeit mit Ärzten und Heilpraktikern soweit vorbereitet, dass alle Stoffe da sind und das Immunsystem perfekt arbeitet. Die kaum zu spürenden Folgen dieser komplexen Operationen geben uns recht. Schwellungen und Schmerzen sind die Ausnahme.“

Nach einer Heilzeit von drei Monaten erfolgt eine Nachkontrolle der Herdgeschehens.
Nach insgesamt sechs Monaten können die Zahnärzte auch wieder ein Implantat setzen. Für die Giftstoffherde gilt übrigens das Gleiche mit weniger Aufwand. Hier wird bei der Zahnentfernung eine spezielle Knochenbehandlung vorgenommen, die im wesentlichen den FDOKs entspricht. Der chirurgische Eingriff und die Vorbereitungen sind aber deutlich geringer.

Falls Sie Fragen zu Störherden haben, sprechen Sie uns jederzeit an. Wir führen gerne ein ausführliches Gespräch mit Ihnen und schauen uns Ihre individuelle Situation an.

*NICO steht für: neuralgie induzierende cavitätenbildende Osteonekrose

Fotonachweis: Adobe Stock#245443659

Zurück